Der VW Bus ist der erfolgreichste Kleinbus und Lieferwagen, der jemals gebaut wurde. Aktuell befindet sich die Produktion in der 5. Generation. Ich möchte hier einen kleinen Überblick über die verschiedenen Bus-Generationen geben.
Die Generationen sind unterteilt in T1 bis T5, das "T" steht für "Transporter".
Von 1950 bis 1967 wurde die erste Generation, T1, gefertigt. Zuerst zusammen mit dem Käfer in Wolfsburg, aufgrund zu geringer Kapazitäten seit 1956 in Hannover-Stöcken.
Bereits der T1 war in vielfältigen Varianten lieferbar, dazu kamen diverse externe Ausbauer (Camper, Drehleitern, Hubwagen etc.).
1951 kam der bis heute wohl beliebteste "Bulli" auf den Markt: Das "Sondermodell", vom Volksmund schnell "Samba" getauft:
Die Motoren waren alles luftgekühlte Boxer (LBX), von anfänglich 25 bis letztlich 44 PS.
Recht sicher kann man das Baujahr grob an der Front des Busses einschätzen: Bis 1960 hatten die Bullis keine Blinker, von 1960 bis 1963 den sogenannten "Warzenblinker" und ab 1963 war der Blinker größer und flach.
Die 2. Generation wurde von 1967 bis 1979 gebaut. Die Scheiben sind größer, die Motoren stärker - und die Modellvielfalt wurde weiter ausgeweitet. Bis 1972 waren die Blinker unten, danach oben neben den Lüftungsschlitzen angebracht.
Die Luftboxer brachten den T2 mit 47 bis 70 PS in Fahrt. Die Tradition der Campingbusse setze sich, wie hier mit dem Modell "Helsinki", auch in der zweiten Generation fort.
Abschluss war eine letzte Auflage des T2, der luxuriöse "Silberfisch".
Von 1979 bis 1992 war die dritte Generation zu kaufen.
Der T3 setzte zuerst eine Tradition fort: Bis 1982 waren die Benzinmotoren luftgekühlt, dann hielt der Wasserboxer (WBX) Einzug in den Bulli. Erkennbar sind die "Luftis" am fehlenden 2. Kühlergrill zwischen den Blinkern. Ab 1981 gab es den Bus auch als Diesel, die Motorenpalette reichte von 50 bis 70 PS (Diesel) und von 60 bis 112 PS (Benziner). Der T3 brachte noch weitere Neuerungen mit sich, so war er ab 1985 als Allrad zu kaufen, bei VW "syncro" genannt. Hier gab es die Variante als 14" und, wie auf dem nächsten Bild, mit 16"-Ausstattung.
Es gab diverse Ausstattungsvarianten und Sondermodelle. Die Kombis wurden seit 1981 "Caravelle" genannt, dazu unterteilt in "C", "CL", "GL" und "Carat", desweiteren das Sondermodell "Ton in Ton" und "Coach". 1985 kam der Multivan auf den Markt, ein Bus für "Freizeit, Beruf und Familie". Hier gab es die Sondermodelle "Magnum" (1987-1989), "Bluestar" (1989-1990), "Whitestar" (1989-1990) und der offizielle Abschluss des T3 in Europa: "Limited Last Edition" (1992). Werksangehörige, die einen "LLE" bestellt hatten, aufgrund der hohen Nachfrage aber keinen mehr abbekommen haben, erhielten einen baugleichen Multivan namens "Bluestar" (in dunkelblau) und "Redstar" (beide nur 1992/1993), diese Varianten gab es nie im offiziellen Verkauf.
Sogar die Doppelkabine kam als komfortables Sondermodell "TriStar" in die Läden und wurde zumeist als "syncro" verkauft. Sie zeichnet die 4. Tür auf der Fahrerseite aus, desweiteren Stoffsitze, Teppich, Schiebefenster etc..
13 Jahre, von 1990 bis 2003, gab es den T4. Die Motoren reichten vom 60 PS Saugdiesel bis zum 204 PS starken V6-Benziner. Auch den T4 gab es als syncro, bis 1992 wurde jedoch noch der Vorgänger T3 als Allradbus gefertigt.
Einen waren Boom erlebte die Campingbranche, unzählige Anbieter bauten den Bus um, zu den beliebtesten Herstellern zählte der Yachtbauer Dehler.
Auffälligste Veränderung war das Facelift 1996, hier wurde der Vorderwagen länger und gab nun den Platz für die TDI-Motoren frei. Zum Abschluss gab es wieder einen "Last Edition" (Foto), jedoch verkniff sich Volkswagen diesmal eine Durchnummerierung wie beim T3 "LLE".
Der T5 ist nun nicht mehr als "syncro", sondern als "4-Motion" unterwegs. Den stärksten Antrieb schafft ein 3.2Liter Ottomotor V6 mit 235 PS, es gibt aber sogar noch einen TDI mit 84 PS.
Der Multivan z.B. wird mittlerweile in verschiedenen Varianten angeboten, u.a. als "Startline" mit einem Einstiegspreis von ~29.000 Euro, dagegen hält der Multivan "Business" mit ~130.000 Euro Startpreis.
Die Ausbauer nutzen wieder die vielseitigen Möglichkeiten am Bus.
Dies soll nur einen groben Überblick vermitteln, um sich ein wenig in der Generationsgeschichte des VW Busses zurecht zu finden - jede einzelne Generation würde eine eigene Homepage benötigen um halbwegs alle Daten und Fakten zusammenzutragen :o) .
Zum Abschluss einmal alle 5 Modellreihen beisammen: